|
Von der Quelle im Rothaargebirge zurück nach Kassel. Am Donnerstag, 01.Juli 2010 fuhren wir mit der Bahn in zwei Gruppen vom Hauptbahnhof bzw. vom Bahnhof Wilhelmshöhe über Marburg, Erndtebrück nach Hilchenbach Lützel. Mit Bahn und Rad ist es immer spannend. Der IC im Bhf. Wilh. kam in verkehrter Waggonreihenfolge. Ergebnis waren Sprints entlang des Bahnsteiges und Gepäcktransport durch den ganzen Zug, verbunden dadurch mit einer ¼ stündigen Verspätung. Die Gruppe die im RE unterwegs war erwartete uns schon. Mit deren Hilfe wurde alles in die Regionalbahn nach Erndtebrück verfrachtet. Der Zug war mit uns und unseren Rädern leicht überfüllt. Dann hieß es noch einmal umsteigen. Mit Routine und Gelassenheit wurde auch das geschafft. Um 13°° Uhr gab Harald, nach kurzer Einweisung, den Start vom Bahnhof Lützel zur ersten Etappe nach Bad Berleburg frei. Nach einem heftigen Anstieg auf 650 m ü NN erreichten wir das Quellgebiet der Eder. Der nun folgende Radweg ähnelte mehr einer Schotterpiste und folgte in einer wunderschönen Landschaft der jungen Eder. Nach ca. 40 km in Bad Berleburg angekommen erfrischten wir uns erstmal mit einem leckeren Eis, bevor wir im Westfälischen Hof eincheckten. Nach einem heißen Tag, mit viel Wasserverbrauch, genossen wir den Abend im Schlosshof Berleburg. Der Start zur zweiten Etappe sollte wegen der zu erwarteten Hitze und dem Achtelfinalspiel der Deutschen Elf schon um 8°° Uhr erfolgen, aber Plattfüße und Wasserversorgung verzögerten das ein wenig. Nach ca. 60 km durch das liebliche Edertal mit nur moderaten Steigungen erreichten wir Frankenberg. Auch hier wurde erst ein Eiscafe angefahren. Zu unserem Quartier dem Hotel Rats-Schänke mussten wir noch einige Höhenmeter überwinden. Jetzt stand je nach Lust und Laune Fußball, Rundgang durch die Altstadt, und ein Besuch der Liebfrauen-Kirche auf dem Programm. Am nächsten Morgen erwartete uns, neben einem exzellenten Frühstück, wieder die pralle Sonne. Die dritte Etappe führte uns, über die Station Naturpark Kellerwald, zum Edersee. (Hinweis: der Naturpark Kellerwald ist einen separaten Besuch wert. Jeden ersten Samstag im Monat gibt es kostenlose Führungen und Besichtigungen.) Der fast gefüllte Edersee zeigte sich im Badewetterambiente. Zur Vesper in Bringhausen trafen wir unsere Clubfreunde Inge und Jürgen Kostka, die wegen einer gerade beendeten Reise ins Baltikum an unserer Radtour nicht teilnehmen konnten. An der Sperrmauer gab Harald noch ein paar Infos zur Sperrmauer. In Hemfurth mussten wir den Bikern den Vortritt lassen die hier das jährliche Harley Treffen veranstalten. Für Bikerfans ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus. Der vermeintlich direkte Weg nach Bad Wildungen war dann doch keine gute Lösung. Der Berg von Giflitz nach Altwildungen, zollte auch wegen der großen Hitze und fehlendem Schatten, seinen Tribut. Das Wasser in den Flaschen wurde langsam knapp. (Hinweis: nach Bad Wildungen sollte man erst den Abzweig in Wega nehmen.) Unser Hotel erreichten wir dann in Grüppchen, noch rechtzeitig zum Viertelfinalspiel mit dem grandiosen Sieg gegen Argentinien. Zum Abendessen haben wir uns dann im Brauhaus, wieder vereint, gestärkt. Zur letzten Etappe zeigte sich das Wetter gnädig , bewölkt und trocken bei angenehmen Temperaturen. Über Wega an Fritzlar vorbei nach Wabern und Felsberg, kamen wir im bekannten Gelände über die vorletzte Steigung über Haldorf nach Guxhagen. Hier (bei Grifte) endet der Ederauen-Radweg. Nach einer ausgiebigen Mittagspause in der Pizzeria am Hotel Montana traten wir dann die letzte Halbetappe nach Kassel an. Zum Abschluss einer gelungenen Radtour gab es noch einmal Kaffee, Eis und Kuchen in der Neuen Mühle. wr
|